UPDATE: Spießer oder Spalter? NPD Bayern marschiert getrennt am 01. Mai

Der Streit um den Aufmarsch am 01. Mai in Schweinfurt schlägt nach wie vor hohe Wellen in der bayerischen Naziszene. Während einzelne Kameradschaften wieder von der Unterstützerliste verschwunden sind, tobt der Machtkampf um die Führungspositionen in der NPD Bayern weiter. Mehrere hochrangige NPD-Funktionäre aus Bayern darunter auch zwei Mitglieder des Landesvorstandes mobilisieren ihre Anhänger nach Schweinfurt während die Partei offiziell nach Fürth zu Quelle aufruft.

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Bäumchen wechsle dich - Mai-Aufmarsch des Freien Netz Süd nun in Schweinfurt angemeldet

Nachdem das antifaschistische rechercheteam - nordbayern (art-nb) die Planungen für einen Aufmarsch am 01. Mai 2010 in Würzburg öffentlich gemacht hatte, sahen sich die Neonazis offenbar gezwungen an einen anderen Ort auszuweichen. Die zweite Wahl traf nun die, ebenfalls in Unterfranken gelegene, ca. 50 km entfernte Stadt Schweinfurt.

Mehr dazu demnächst hier ;).

“Wir lassen uns nicht mehr vorführen oder erpressen” - Freies Netz Süd plant Aufmarsch am 01. Mai in Würzburg

Die bayerische NPD will ihren zentralen 01. Mai-Aufmarsch in Fürth durchzuführen, doch innerhalb der Partei sorgt eine geplante Anmeldung für einen weiteren Aufmarsch im unterfränkischen Würzburg für Turbulenzen. Die Organisatoren dieses Aufmarsches sind in den Reihen des “Freien Netz Süd” zu verorten, das nicht zum ersten Mal versucht die bayerische NPD zu torpedieren.

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Nazis nix gutt Deitsch

Mit einer Flugblattaktion versuchten Neonazis in Oberfranken, “Brüder und Schwestern” aus den Reihen von Russlanddeutschen zu rekrutieren. Der Versuch ging jedoch sprachlich in die Hose.

Die “Volksgenossen” sollten nicht weiter als Ausländer behandelt werden, hatten sich die Neonazis vom “Freien Netz Süd” vorgenommen. Dabei seien sie doch “Teil unseres Volkes” - keine Russlanddeutschen, sondern “DEUTSCHE!!!” (so im Original).

Doch mit ihrem Bericht über die Propagandaaktion in ihrem “Widerstandsportal” wecken die “nationalen Sozialisten” erhebliche Zweifel an ihrer eigenen Deutsch-Kompetenz:

2009-12-09 Fns Deutsche in Nazis nix gutt Deitsch
Bildschirmschuss: redok.de

Artikel übernommen von redok

Erneut Nazikonzert in der Oberpfalz angekündigt

Wieder einmal wird ein rechtsextremes Konzert in der nördlichen Oberpfalz beworben. Ort des Geschehens soll das Pilspub 500 in Amberg sein. Weitergehende Informationen zu diesem und den angekündigten Bands findet ihr auf A.I.D.A.

Wunsiedel 14.11.09 - Kommentar zum Jürgen Rieger-Gedenkmarsch

Auf dem unabhängigen Nachrichtenportal Indymedia wurde eine Einschätzung zum Neonaziaufmarsch in Wunsiedel veröffentlicht, die wir schlichtweg nur teilen können. Natürlich wollen wir euch diese nicht vorenthalten und dokumentieren diese hier:

Trotz aller Mobilisierungsschwierigkeiten kann der antifaschistischer Protest durchaus als Erfolg gewertet werden. Die öffentliche Wahrnehmung des vergangenen Wochenendes in Wunsiedel wurde zumindest über weite Strecken vom bürgerlich-antifaschistischen Gegenprotesten bestimmt. Die von Neonazis verfolgte Strategie sich mit “Gedenkveranstaltungen” öffentlichkeitswirksam in Szene zu setzen, führte nicht zum Erfolg.

Gleichzeitig wurde durch die, angesichts der Bedeutung von Rieger, miserable Mobilisierungsfähigkeit der Neonaziszene neuer Zündstoff innerhalb des neonazistischen Spektrums gelegt. Neue offen und verdeckt auszutragende Streitereien sind vorprogrammiert. So boykottierten große Teile der NPD-Führungsebene die Veranstaltung in Wunsiedel. Auch aus Norddeutschland, dem eigentlichen Wirkungsbereich waren nur wenige Neonazis angereist. Nahezu die gesamte norddeutsche “Kameradschaftsszene”, (Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Bremen) fehlte am vergangenen Wochenende.

Für die antifaschistische Arbeit sollte Wunsiedel lediglich zu strategischen Analysezwecken dienen. Das Hauptaugenmerk verdienen zukünftige Neonaziaktivitäten. Vor allem der geplante Großaufmarsch in Dresden sollte in unserem Fokus stehen. Zum einen sollte antifaschistische Politik die Neonazis weiterhin unter Druck setzen und interne Streitereien, welche permanent die Neonaziszene erschüttern, und welche sich durch den Tod weiter verstärken werden, auszunutzen. Der Aufmarsch in Dresden ist für die Neonaziszene von immenser Bedeutung. Eine organisatorische Schlappe im kommenden Februar, hätte enorme Auswirkungen auf deren Strukturen.

Neben antifaschistischem Engagement im Bezug auf das Nazi-Stelldichein in Dresden sollte dabei allerdings die eigene, antifaschistische Position einer radikalen Linken nicht zu kurz kommen. Dresden ist zwar Wallfahrtsort der europäiscvhen Neonaziszene aber auch gleichzeitig Ort der Geschichtsrelativierung durch das Bürgertum. Deren “Gedenken” und Verklärung der “Deutschen zu Opfern” sollte ebenso thematisiert und angegangen werden.

Abschließend noch Berichte / Fotos zu Wunsiedel:

Bilder:
[recherche-nord]

Texte:
[rash]

[npd-blog]

[redok]

Quelle: Indymedia 16.11.09

14.11.09: Nazikonzert bei Flossenbürg

Im Anschluss an den morgigen Neonaziaufmarsch in Wunsiedel soll ein Konzert mit dem rechtsextremen Liedermacher Felix “Flex” Benneckenstein, in einem “Gasthaus in der Nähe von Flossenbürg”, stattfinden. Als Veranstalter tritt der Widerstand Tirschenreuth um Simon P. auf. In Flossenbürg fanden dieses Jahr, in unmittelbarer Umgebung der KZ-Gedenkstätte, bereits mehrere Grillfeiern der rechtsextremen Gruppierung statt.

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